Und wieder einmal ist eine Woche voller Ereignisse zuende gegangen. Am Donnerstag gab es im Foreign Students Department der Uni eine kleine Halloween Party für die ausländischen Studenten. Da allerdings hauptsächlich auch nur die ausländischen Studenten anwesend waren, unterschied sie sich eigneltich nicht von einer europäischen Halloween Party. Am Freitag hat dann mein Tutor die Zusage für eine Stipendiums Unterstützung für seine Doktorantenstelle nächstes Jahr bekommen und deshalb sind wir spontan mit der gesamten Arbeitsgruppe abends Essen und anschließend Bowlen gegangen. Ich hatte allerdings an beiden Tagen meine Camera nicht dabei, so dass ich euch keine Fotos zeigen kann, grade bei der Halloween Party ist das etwas schade.
Gestern bin ich dann mit ein paar Japanern aus meiner und einer anderen Arbeitsgruppe Nara besichtigen gefahren. Mit dabei war auch Swee, ein Postdoc aus Camebridge der gebürtig aus Malaysia kommt und genau wie ich nun ein Jahr hier in Kyoto an der Universität verbringt. Außerdem wurden wir noch von Friedrich begleitet, einem Doktoranten aus Wien, der für 9 Tage zu einer Konferenz nach Kyoto gekommen ist. Ich denke es sollte euch nicht schwer fallen, herauszufinden, wer auf dem Bild Friedrich ist :)
Nara ist eine der ältesten Städte Japans und zieht sehr viele Touristen, sowohl Japaner als auch Ausländer, an. Besonders für Schulklassen ist die Stadt ein beliebtes Reiseziel und da der Herbst wohl in vielen Schulen die Reisezeit ist, wie mir ein Kollege mitteilte, trafen wir auch auf einige Schulklassen.
Nara ist vor allem für zwei Dinge berühmt wobei das erste davon sehr aufdränglich ist: Hirsche! Und zwar viele. Diese leben frei in der Stadt, oder besser gesagt in den Parks der Stadt und lassen sich von den vielen Touristen gut durchfüttern. Sie sind absolut nicht scheu sondern im Gegenteil eher aufdringlich, wenn sie merken (oder glauben), dass man etwas zu Essen für sie hat. Dann kann man meistens nur noch hoffen, dass sie jemand anderes mit Essen finden und man selbst die Aufmerksamkeit der ganzen Tiere verliert.
| Die wollen nur spi...fressen |
| und es gibt sie in allen Größen |
| Sie sind überall |
Die zweite Sache für die Nara berühmt ist, sind die alten Tempel und Schreine in der Stadt. Besonders die große Tempelanlage Tôdai-ji ist sehr berühmt. Diese beiden Typen hier sind etwa 8,5m hoch und bewachen den Eingang zur Tempelanlage, den man oben sehen kann. Die Statuen stehen in den beiden Kammern auf der linken und rechten Seite des Tores.
Das Hauptgebäude der Anlage ist das weltweit größte Gebäude, dass komplett aus Holz gebaut wurde. In seinem Inneren befindet sich der Daibutsu, eine 452 Tonnen schwere Buddha Statue aus Bronze. Als Touristenattraktion gibt es in einer der Säulen des Tempels auch ein Loch, das die exakte Größe des Nasenlochs des Großen Buddhas hat. Für ein Kleinkind ist es überhaupt kein Problem da durch zu krabbeln, aber auch Erwachsene Japaner schaffen es durch die Öffnung. Ich habe es zwar selber nicht getestet, weil es eine recht lange Schlange gab, aber wahrscheinlich hätte sogar ich mich da durchquetschen können.
In einem der anderen Schreine haben wir eine traditionelle japanische Hochzeitsgesellschaft getroffen. Allerdings wurde mir erzählt, dass die Familien wohl sehr reich sein müssen, da der Schrein sehr bekannt ist, und sich normale Japaner nicht leisten können, die Schreine für eine Hochzeit zu mieten.
Wer sich die restlichen Fotos die ich gemacht habe angucken möchte kann diese hier finden. Morgen werde ich auch noch die Fotos mit den anderen austauschen und dann wohl noch einige mehr hochladen.